Lukas Leupold & Philip Wong bestehen erfolgreich die A-Lizenzausbildung

Lukas Leupold (links) & Philip Wong (rechts)

Die beiden Landestrainer vom Hamburger Badminton Verband haben erfolgreich ihre A-Lizenzausbildung abgeschlossen und haben somit den höchsten Ausbildungsstand des DBV erreicht – herzlichen Glückwunsch!

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Während der Ausbildung erhielten die Teilnehmer*innen zahlreiche Einblicke in die verschiedenen Bereiche des Leistungs- und Hochleistungssports in Badmintondeutschland. Neben einem Lehrgang im Rahmen der YONEX Gainward German Open im März waren zudem alle drei Bundesstützpunkte in Mülheim an der Ruhr, Saarbrücken sowie in Hamburg Ausbildungsstandort. Fast alle Mitglieder des DBV-Bundestrainer*innenteams konnten durch die Ausbildungsleitung um Hannes Käsbauer und Tobias Wadenka eingebunden werden und lieferte Impulse und Einblicke in ihre Trainingsmethoden und Philosophien.

Darüber hinaus wurde die Ausbildung auch von externen Experten wie den Sportpsychologen Moritz Anderten und Sebastian Altfeld sowie der systemische Prozesscoach Wolfgang Klöckner enorm bereichert, die Themen wie Kommunikation und Verhalten von Trainer*innen und Spieler*innen in den Fokus rückten.

„Alle Trainer*innen, die in die A-Lizenzausbildung starten, bringen einen großen Schatz an Wissen, Können und Vorerfahrungen mit und sollten bereits über ein umfassendes Verständnis von technischen und taktischen Aspekte der Sportart verfügen. In der Ausbildung geht es nicht mehr darum, ganz neue Techniken zu lernen oder „Musterlösungen“ für eine gute Trainingseinheit zu bekommen. Vielmehr geht es um die individuelle Entwicklung einer starken Persönlichkeit mit hoher Fach-, Methoden und Sozialkompetenz sowie ein umfassendes Verständnis um mit Athlet*innen zu arbeiten und sie langfristig zu begeistern und zu entwickeln,“ so Tobias Wadenka, der die Ausbildung als Referent und Lehrgangsleitung mitbetreute.

Um genau diese individuelle Entwicklung im Rahmen der Ausbildung zu unterstützen, wurde das Projekt der vergangenen Ausbildungen neu strukturiert und in zwei Stränge aufgeteilt. Für den ersten Strang sollten sich alle Teilnehmer*innen persönliche Ziele im Bereich der Vermittlung bei Kindern und Jugendlichen setzen und an diesen im Rahmen von realen Trainingseinheiten arbeiten. Einige dieser Einheiten wurden dabei während der Präsenzlehrgänge zusammen mit parallel stattfindenden offenen DBV U15 Lehrgängen absolviert. Darüber hinaus sollten die Teilnehmer*innen weitere Einheiten absolvieren, bei denen sie in der Standort- und Spieler*innenauswahl sehr individuelle Wegen gehen konnten.

Lukas Leupold (Teilnehmer): „Durch die A-Lizenzausbildung hatte ich die Möglichkeit, noch tiefer Einblick in den (Nachwuchs-) Leistungsport mit all seinen Facetten zu gewinnen. Der zusätzliche Austausch mit vielen anderen, erfahrenen Trainer*innen und Referent*innen hat mich dazu bewegt mich intensiv mit mir selbst auseinander zu setzen. So konnte ich meine Trainerpersönlichkeit weiter entwickeln und blicke gespannt in meine Zukunft als Trainer.“

Kati Holenz (Teilnehmerin): „Das Schwerpunktsetzung „Trainerpersönlichkeit entwickeln“ fand ich bei der diesjährigen A-Trainerausbildung sehr spannend. Durch den hohen Anteil an Praxis während, aber auch zwischen den Lehrgängen, konnte ich viele Erfahrungen sammeln und mich als Trainerin weiterentwickeln. Dieser neue Ansatz birgt nach diesem ersten Anlauf viele Potenziale. Ich freue mich auf das was jetzt nach der Ausbildung kommt!“

Ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen Ausbildung lag im Bereich der Spielanalyse, die im Rahmen des zweiten Projektteils federführend von in diesem Bereich promovierenden Ex-Nationalspieler und A-Trainer Fabian Hammes sowie dem IAT-Fachgruppenleiter Badminton Dr. David Fischer-Eisentraut betreut wurde. Mit dem Videoanalysetool Dartfish hatten die Teilnehmer*innen die Aufgabe sowohl Einzel- als auch Doppelspiele aus dem Weltklassebereich bzgl. der Ballwechselstruktur sowie mit Blick auf Schlüsselszenen während der Ballwechsel zu analysieren und auszuwerten. Die Ergebnisse und Videos wurden dabei in einer Datenbank gesammelt und sollen künftig auch für die unmittelbare Spielvorbereitung und taktischen Analysen zum Einsatz kommen.

„Den Nutzen und die Wertigkeit von taktischen Spielanalysen in der A-Lizenzausbildung so ausführlich zu vermitteln war auch für uns ein neuer Ansatz. Wir sehen in diesem Vorgehen einen deutlichen Gewinn für alle Beteiligten. Wir hatten das Ziel, den Teilnehmer*innen vertiefende Einblicke in unsere hochkomplexe Sportart zu vermitteln und diese zumindest ein Stück weit objektiv darzustellen. Denn der Aufbau eines gemeinsame(re)n Spielverständnisses ist eine Basis, um sich taktisch weiterentwickeln zu können. Die Erfahrungen sind sehr wertvoll, um daran in Zukunft noch flächendeckender in Aus- und Fortbildungen anzuknüpfen“, so die beiden Ausbildungsbegleiter.

„Wir haben von Anfang an gemerkt, dass die Gruppe einige Besonderheiten mitbringt. So entstand beispielsweise durch die Themen zu Beginn schnell eine sehr beeindruckende Gruppendynamik, die hoffentlich auch über die Ausbildung hinaus Bestand hat. Dies befeuerte auch den Austausch untereinander, der sehr intensiv genutzt wurde. Wir haben es zudem geschafft, viele unterschiedliche Impulse zu setzen und trotzdem an den Hauptthemen intensiv dran zu bleiben. Das war viel Aufwand, der auch zukünftig darin münden muss, auf allen Ebenen als Trainer*in Vollgas zu geben, deshalb lasst uns an Morgen (Zukunft) denken – das haben auch alle zum Abschluss mitgenommen“, schließt Ausbildungsleiter Hannes Käsbauer sein Resümee ab.

Zu Beginn des nächsten Jahres werden die Themen noch einmal abschließend evaluiert, ein Beginn für die nächste A-Lizenzausbildung ist für das vierte Quartal 2023 anvisiert.

A-Lizenzausbildung 2021/22: „Es gibt auf jeden Fall ein Morgen!“ | Deutscher Badminton Verband