Hamburger Badminton Verband

Termine

Mo Di Mi Do Fr Sa So
5
30
31
1
2
3
4
5
6
6
7
8
9
10
11
12
7
13
14
15
16
17
18
19
8
20
21
22
23
24
25
26
9
27
28
29
1
2
3
4
[Previous Month] Februar 2012 [Next Month]

Hochschulsport: WG Hamburg wie Gott in Frankreich

24.06.10

Nach anfänglichen Problemen, Medaillenflut bei den Europameisterschaften im Badminton

Am 16. Juni 2010 startete die WG Hamburg bestehend aus Alina Rickmann, Jane Warnke, Astrid Hoffmann, Sebastian Schöttler, Philipp Droste, Till Zander, Hannes Roffmann und Hauke Moll zur 7. Badminton Europameisterschaft in Nancy (Frankreich). Die doch recht lange Anfahrt nach Frankreich wurde mit zwei VW-Bussen, die von der Deutschen Sportförderung gestellt wurden, sehr erträglich gemacht.

Das Team hatte ein Ziel: Eine Medaille im Mannschaftswettbewerb. In Anbetracht der drei Vorjahresergebnisse, die jede Medaillenfarbe schon eingebracht hatte und dem daraus resultierende Setzplatz, war dies nicht unrealistisch.

An vier gesetzt sah sich die Mannschaft in der Gruppenphase der Uni aus Straßburg und der Polnischen Uni aus Bialystok gegenüber. Nachdem die Aufstellungen bekannt gegeben wurde, war klar, dass es keine einfache Aufgabe sein würde am Ende als Gruppensieger da zu stehen, denn die Uni aus Straßburg konnte zwei Malaiische Schwestern in ihrer Aufstellung  aufwarten und die Polnischen Unis hatten es wieder einmal geschafft, die “Studierenden“ Nationalspieler besonders geschickt auf alle Unis zu verteilen. Das erste Spiel gegen die Uni aus Straßburg konnte knapp mit 3:2 gewonnen werden. Der Weg war frei für das Endspiel am frühen Abend um den Gruppensieg gegen die Uni aus Polen. Es sollte zu einem hart umkämpften Spiel werden, welches nach dem Drehen verloren geglaubter Spiele nach einer Energieleistung des ganzen Teams unter großen Jubel mit 3:2 gewonnen wurde.

Die Auslosung sah nun ein Deutsches Duell im Viertelfinale vor. Die Uni Hamburg spielte gegen die Uni Saarbrücken, deren Team ebenfalls mit vielen Nationalspielern bestückt war. Das Quäntchen Glück, was gegen die Polen noch zum Sieg verholfen hatte, fehlte in diesem Spiel und das Spiel ging somit unglücklich aber mit großem Kampf 3:2 verloren. Der erstmalige Nichtgewinn einer Medaille war für die Mannschaft sehr enttäuschend, denn man hatte sich mehr erhofft. Die Spieler nahmen sich jedoch vor, es im Individualwettbewerb besser zu machen. Und so kam es dann auch. Im Herreneinzel zog Sebastian Schöttler nach fantastischem Spiel ins Finale ein, musste aber hier den vielen harten Spielen zuvor Tribut zollen und verlor mit 21:15 und 21:19 gegen seinen Ukrainischen Gegner. Im Mixed spielten sich Astrid Hoffmann und Till Zander, überraschend ungesetzt, bis ins Halbfinale vor, wo sie nach dramatischem Spielverlauf in der Verlängerung des dritten Satzes sich dem Gegner beugen mussten. Die größte Sensation schafften Sebastian Schöttler und Hannes Roffmann im Herrendoppel, die nacheinander die Nr. 5 und Nr. 3 der Setzliste schlugen und so ins Halbfinale einzogen. Dort konnten sie nicht an die bisherige Leistung anknüpfen und verloren gegen ihre Teamkameraden Till Zander und Philip Droste, die im Viertelfinale die an Nr. 2 gesetzten Polen in zwei Sätzen besiegt hatten. Damit stand ein Hamburger Doppel im Finale. Im letzten Spiel des Turniers unterlagen die beiden jedoch knapp den Favoriten aus der Ukraine und boten den Zuschauern dabei aber spektakuläres Badminton. Alles in allem war damit der Individualwettbewerb eine Wiedergutmachung für die “Enttäuschung“ im Teamwettbewerb.

Wie schon in den Jahren zuvor zeichnete sich die Mannschaft aus Hamburg durch besonderen Teamgeist aus und konnte damit ihren Teil zu der ohne hin schon tollen Stimmung unter den Teilnehmern beitragen. Ein großes Lob geht an das Organisationsteam der Uni Nancy, die allen Teilnehmern eine unvergessliche Woche bescherte.

« zurück
kleinerracker.de