Nachwuchsstützpunkt
Nachwuchstützpunkt „Eliteschule des Sports Alter Teichweg“
Erfolgreiche Athleten und solche, die es mal werden wollen, brauchen ein professionelles Trainingsumfeld, welches Schule und Leistungssport optimal zusammenführt.
Der Nachwuchsstützpunkt in Hamburg ist einer von fünf vom Deutschen Badminton Verband (DBV) ausgezeichneten Stützpunkten, die den Titel „Nachwuchsstützpunkt des DBV“ tragen dürfen. Kriterien dafür sind neben gut ausgebildeten Trainern ein regelmäßig stattfindendes Training im Vormittagsbereich, gute Trainingspartner sowie eine koordinierte Trainings- und Jahresplanung, die ein begleitendes Konditions- und Athletiktraining integriert.
Alle diese Kriterien erfüllt der Hamburger Stützpunkt. So sind neben den Diplomtrainern Diemo Ruhnow (Diplomtrainer DOSB, A-Trainer DBV) und Jacek Hankiewicz (Diplomtrainer Polnischer Verband) mit Marianne Flato (A-Trainerin), Stefan Gundelach (Dipl. Psychologe) und Thorsten Flato (B-Trainer) weitere erfahrene Top-Trainer tätig.
Wie sieht nun der Trainingsalltag aus? Die Vielzahl der Einheiten, die absolviert werden müssen um national und international erfolgreich zu sein, erfordern, dass ein Training innerhalb der Schulzeit stattfindet. Dies ist in Hamburg an der Eliteschule des Sports Alter Teichweg hervorragend gelöst. Die Stadt Hamburg sowie der Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein haben in den letzten 10 Jahren erstklassige Bedingungen für die verschiedenen an der Schule angesiedelten Sportarten geschaffen. So trainieren nicht nur Badmintonspieler innerhalb des Schulunterrichts, sondern auch Schwimmer, Basketballer, Fußballer, Volleyballer, Tennisspieler und Judoka.
Das Training findet immer im Zeitfenster der ersten bis vierten Stunde statt. So starten die fünften Klassen mit zwei Trainingseinheiten pro Woche im Vormittagsbereich, bis hin zur Oberstufe, wo fünf Einheiten am Morgen möglich sind. Die Verlegung vieler Trainingsinhalte in den Vormittagsbereich ermöglicht es, dass am späten Nachmittag oder Abend nur 2 Trainingseinheiten besucht werden – und somit mehr Zeit für Hausausaufgaben, Lernen oder Freizeit und Freunde bleibt. Direkt nach dem Schulunterricht findet 2-3 Mal pro Woche ein Krafttraining statt, welches im Leistungssport begleitend durchgeführt wird.Das Training am Vormittag wird vom HBV-Trainerteam durchgeführt und findet in den einzelnen Klassen statt – es stellt also zum größten Teil ein Individualtraining mit 1-2 Spielern darf – was sicherstellt, dass Technik & Taktik individuell ausgebildet wird. Praktisch kann das dann so aussehen, dass auf einem Feld mit Jacek Hankiewicz, der schon Top-Sportler wie Johannes Schöttler (Nr.1 in Deutschland Herrendoppel) herausgebracht hat, Inken Wienefeld und Isabel Herttrich 90 Minuten mit Ballmaschinen bearbeitet, um z.B. die Abwehrfähigkeit zu verbessern und nebenan Landestrainer Diemo Ruhnow, der als Co-Trainer mit der 10. Klasse Zusammenspiel im Doppel arbeitet. Nebenher flitzen die Fünftklässler über den Court, die von Marianne Flato in der grundlegenden Schlagtechnik verbessert werden.
Nach dem Training geht es dann direkt in die Schule. Alle Athleten der verschiedenen Sportarten gehen in die Sportlerklasse, welche sich durch eine höhere schulische Leistung auszeichnet. In den unteren Klassen gibt es die sogenannte Reformschule - hier schreiten leistungsstarke Schüler schneller voran und lernen individuell innerhalb des Klassenverbandes auf ihrem Niveau.
Ist die Schule dann vorbei, steht dann das Krafttraining an oder am Abend das Training im Landesleistungszentrum – alles auf dem Gelände des Sportparks Dulsberg, welche Eliteschule, OSP und verschiedene Landesleistungszentren vereint. Das besondere hier in Hamburg ist die Integration des Regionalstützpunktes – die Schüler ab der Klasse 10 trainieren also zusammen mit Spitzenspielern der 1. und 2. Bundesliga – was letztendlich eine sehr gute sportliche Entwicklung sicherstellt.
Ist der Trainingstag dann geschafft, geht es entweder nach Hause oder für die auswärtigen Athleten zurück in der Sportinternat. Das Internat wurde 2009 neu von der Sportstadt Hamburg geschaffen und ist ca. 5 Gehminuten von der Schule entfernt. Hier wohnen zurzeit 5 Badmintonathleten aus Bayern, Thüringen, Schleswig-Holstein und Hamburg zusammen mit Beachvolleyballern, Handballern und Schwimmern unter der Betreuung von 5 Vollzeitkräften (Dipl. Erzieher, Köche, stattl. Erzieher). Die Kosten für die Unterbringung betragen aktuell 370 EUR (200 EUR Miete, 170 EUR Vollverpflegung), für die bei der Sporthilfe für Bundeskader eine Wohnheimförderung beantragt werden kann.
Was Hamburg ganz besonders auszeichnet, ist das Prädikat bzw. Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes der „Eliteschule des Sports“ - die Einzige im Badmintonbereich. Nur ganz wenige Athleten können in Deutschland mit dem Badmintonsport ihr Geld verdienen. Eine gute Schulausbildung ist also sehr wichtig und hat für uns höchste Priorität. So sind an der Gesamtschule alle Schulabschlüsse möglich, ab der Oberstufe gibt es einen gymnasialen Zweig. Die Eliteschule des Sports unterstütz den Leistungssport im Besonderen – so ist es kein Problem bei Turnieren Klausuren zu verlegen , eine Freistellung vom Unterricht (über die Landestrainer und den Sportklassenkoordinator) zu bekommen und für nachzuholenden Stoff werden Lehrer für Nachhilfeunterricht für die Sportler bereitgestellt. Dies gilt auch für den Fall, sollte mal ein Leistungstief in der Schule auftreten – ggf. wird dann hier auch in Absprache mit der Schule das Training reduziert. Hierfür gibt es mit Holger Herzog an der Schule extra einen Lehrer („Sportklassenkoordinator“), der sich um die Belange und Bedürfnisse der Athleten in schulischen Angelegenheiten kümmert.
Video – Internatsschüler an der Eliteschule des Sports.
Alles in allem – Hamburg, nicht nur eine sehr schöne Stadt, sondern auch ein richtig guter Badmintonstützpunkt – dies zeigen auch die Erfolge der Athleten am Stützpunkt:
Zurzeit besuchen folgende Athleten die Eliteschule des Sports Alter Teichweg:
Nico Coldewe aus Schleswig-Holstein (Vize-Deutscher Meister Herrendoppel U19 2010, Six-Nations-Sieger 2010)
Inken Wienefeld aus Hamburg (Deutsche Meisterin Damendoppel U19 2010, 3. Platz Damendoppel O19 2010)
Isabel Herttrich aus Bayern (3. Platz Jugend-Weltmeisterschaft Mixed 2010, 3. Platz Damendoppel O19 2010)
Patrick Kämnitz aus Thüringen (Deutscher Meister Herreneinzel U19 2010, Six-Nations-Sieger 2010)
Martin Zhang aus Hamburg (Vize-Hamburger Meister O19 2009, Vize-Norddeutscher Meister Herreneinzel U19 2010)
Franziska Volkmann aus Schleswig-Holstein (Deutsche Meisterin Damendoppel U17 2010, Talentteam Deutschland)
Marc Flato aus Hamburg (Vize-Deutscher Meister Mixed U15 2009, 3. Platz DRL Jungendoppel U15 2009)
Jonas Förtsch aus Schleswig-Holstein (3. Platz DRL Jungendoppel U15 2009)
Julia Bantin aus Niedersachen
Lisa Miller aus Hamburg
Sidney Miller aus Hamburg
Jan Colin Völker aus Hamburg (Talentteam Deutschland)
Pernilla Flato aus Hamburg
Hauke Graalmann aus Hamburg (Talentteam Deutschland)
Lea Ermler aus Hamburg
Fragen? Für weitere Informationen steht Marianne Flato (marianneflato@gmx.de / 040-7311313) als Verbandsschulkoordinatorin bereit.
